Saar-Politiker hoffen auf Seehofer

Die AfD-Fraktion im saarländischen Landtag prognostiziert heute: Diese Hoffnungen werden sich zerschlagen. Seehofer ist kein Freund des Saarlandes. Bis heute hat Seehofer die Einladung der früheren Ministerpräsidentin, das Saarland mit dem Fahrrad zu durchqueren, nicht kommentiert geschweige denn angenommen. Das Saarland wird nicht ernstgenommen. Demgegenüber verstehen es bayrische Minister in Berlin hervorragend die Interessen Bayerns wahrzunehmen. Nicht von ungefähr erhalten die Bayern regelmäßig das Verkehrsministerium. Der sogenannte „Heimatminister“ Seehofer wird auch jetzt zuerst an die Interessen Bayerns denken.

Ohnehin wird neuerdings über Heimat viel geredet. Es drängt sich der Verdacht auf, man muss sich um den ländlichen Raum kümmern, um die Wahlergebnisse für die AfD nicht weiter hochschnellen zulassen. Die Probleme des ländlichen Raums einschließlich der Landwirtschaft sind seit Jahren bekannt, werden jedoch nur unzureichend angegangen. Es bleibt abzuwarten, was der neue „Heimatminister“, der als erste Amtshandlung neue Stellen schaffte, nun umsetzen wird.

Die Landesregierung sollte nun endlich einen aktuellen Landesentwicklungsplan erstellen und ihren, wenn überhaupt vorhanden Einfluss in Berlin geltend machten. Ein Hoffen auf die saarländischen Minister Altmeier und Maas bleibt illusorisch, da diese auch in der Vergangenheit für das Saarland nichts getan haben.

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