„Die AFD ist wie Schimmel zu Hause. Ist er erst einmal da, ist es schwierig ihn los zu werden.“

Dieser Herr sollte seine Zunge zügeln. Er ist Vorsitzender einer Partei, die nicht regieren will und damit in Deutschland überflüssig ist. Sie kritisiert Merkels Flüchtlingspolitik, fordert ein Einwanderungsgesetz nach kanadischem Vorbild. Im Saarland will sie mehr Polizei, die Übernahme der Flüchtlingskosten durch den Bund und das gegliederte Schulsystem unter Ablehnung der Gesamtschule. Dafür muss man die FDP nicht wählen – das kann man alles bei der AfD haben.

Was sie allerdings nicht so gerne hört: Sie ist immer noch die „Zahnarztpartei“, die für die Interessen der kleinen Leute nichts übrig hat. Der Mindestlohn wird konsequent abgelehnt. Die Saarländer haben ein gutes Gedächtnis und sie mit Fug und Recht nicht ins Parlament gewählt. Zu frisch sind die Erinnerungen an das im Saarland hinterlassene Chaos und den blamablen Abgang. Die Ministerpräsidentin musste sie wegen Unfähigkeit und Vetternwirtschaft aus der Regierung werfen.

Eine Partei, die im Nachkriegsdeutschland ein Sammelbecken „alter Kameraden“ war und deren früherer Bundesvorsitzender, Erich Mende, bei öffentlichen Anlässen sein Ritterkreuz zum Frack trug, sollte mit diffamierenden Äußerungen gegenüber der AfD vorsichtig sein. Die AfD hat keine „braune Vergangenheit“; sie existiert noch keine 5 Jahre.

Es ist nicht nur schwierig, die AfD los zu werden, es ist unmöglich. Dafür sind die Probleme in Deutschland zu gravierend geworden. Die FDP wird in einigen Jahren eine Randnotiz der Geschichte sein. Sie hatte es versäumt, dem Beispiel der FPÖ in Österreich zu folgen.

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