„Weiße Rosen“

Als die Abgeordneten von CDU, SPD und Linken am gestrigen Mittwoch den Plenarsaal betraten, hatten alle eine weiße Rose am Revers. War jemand gestorben?

Zunächst konnte uns auch ein neutraler Beobachter keine Auskunft geben. Später bestätigte sich unsere Vermutung, dass die „Helden“ des Landtages sich an die Symbolik wahrer Helden des Widerstandes im Dritten Reich anhängen wollten und für heutige politische Zwecke gegen die AfD dieses Symbol missbrauchen wollten.

Nun mag eine weiße Rose ein Symbol sein für die Widerstandsgruppe um die Geschwister Scholl, die sich den Namen „Weiße Rose“ gab (aber nie mit den entsprechenden Blumen am Revers herumlief).
Der deutsche Widerstand beschränkte sich auch keineswegs auf die „Weiße Rose“. Georg Elser z.B. agierte schon vor der „Weißen Rose“ und die Akteure des 20 Juli 1944 waren eine ganz eigene und leider auch erfolglose Gruppe. Alle zusammen haben mit ihrem Todesmut einen Teil deutscher Ehre gerettet.

Weiße Rosen gehören in der deutschen und europäischen Kultur zu jeder Trauerveranstaltung, zu jedem Friedhof und zu jedem Begräbnis.

Wenn die Altparteien Symbole selektiv und eklektisch gegen die AfD ins Feld führen wollen, muss die argumentative Not schon sehr groß sein.

Würden die Altparteien in ebenso großer Übereinstimmung ihre fatale Politik ändern, müssten nicht so viele weiße Rosen auf Beerdigungen in Chemnitz, Kandel, Heidelberg, Berlin, etc. getragen werden.

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