„gilets Jaunes“ legt Frankreich lahm

Ein Kommentar von Bernd Krämer

„gilets Jaunes“ legt Frankreich lahm

Den Franzosen reicht es jetzt!
Die Eliten sollten das ernst nehmen. Ein bezeichnendes Beispiel der Arroganz der Macht war das Zitat Marie Antoinettes, Königin von Frankreich, die auf Vorhaltungen, die Armen könnten sich noch nicht einmal mehr Brot leisten, erwiderte „Wenn sie kein Brot haben, dann sollen sie Kuchen essen“. Das Ende ist bekannt. Das Volk schlug ihr den Kopf ab!

Die Belastungen der Bevölkerung in Frankreich insbesondere der Autofahrer steigen von Jahr zu Jahr. 67 Milliarden zahlt der französische Autofahrer im Jahr an den Staat. Jetzt soll die Mineralölsteuer nochmals erhöht werden angeblich der Umwelt zuliebe. Kein Verständnis für Millionen Autofahrer, die beruflich auf das Auto angewiesen sind oder die ländliche Bevölkerung, die keine Alternative hat. Eine links-grüne, urbane gutsituierte Kaste empfiehlt dann dem arbeitenden Volk, das unter ständig steigenden Belastungen und dem Verlust der Kaufkraft ächzt: „nehmt doch Bus oder Bahn“. Ebenfalls ein Zeichen grenzenloser Arroganz!

Die innerhalb weniger Tage entstandene spontane Bewegung ohne Zutun von Gewerkschaften, NGO s, etc. zeigt den Unmut der Franzosen über eine Regierung, die die Bodenhaftung verloren hat und die von den Alltagsproblemen ihrer Bevölkerung offensichtlich keine Ahnung hat. Anstatt den überbürokratisierten Staat zu entrümpeln, werden die Bürger weiter geknebelt.
2 Euro für einen Liter Benzin!!

Der Brotpreis zu Zeiten Marie Antoinettes ist heute der Benzinpreis. Das hat Macron nicht verstanden. Deshalb sind seine Zustimmungswerte auf einen absoluten Tiefpunkt gefallen.

Die Regierenden im vielbeschworenen Europa und die Eurokraten in Brüssel müssen befürchten, dass diese Bewegung auf andere EU-Staaten überschwappt mit ungeahnten Konsequenzen. Die griechische Bevölkerung wurde bereits durch die Einführung des nicht zu Griechenland passenden Euro so geknebelt, dass das Land unter einer permanenten Depression leidet. Gleiches steht nun Italien bevor mit dem Unterschied, dass die jetzige Regierung offen zum Widerstand aufgerufen hat.
Aber auch Deutschland ist in Anbetracht der Unzufriedenheit mit der Regierung vor Massenprotesten nicht gefeit. Auch hier kommt es zu unbegründeten Benzinpreiserhöhung. Nach Ansicht des ADAC ist die derzeitige Preisgestaltung absolut überzogen. Kartellbehörden nehmen dies unwidersprochen hin. Willkürliche EU-Grenzwerte und dubiose Lobbyisten- und Abmahnvereine sorgen mit Fahrverboten dafür, dass Millionen Dieselfahrer kalt enteignet werden. Eine völlig verfehlte Energiepolitik beschert der Bevölkerung jährliche Preissteigerung weit über der Inflationsrate.

Eine desaströse Flüchtlings- und Migrationspolitik bringt die innere Sicherheit an ihre Grenzen und gefährdet den inneren und sozialen Frieden abgesehen von den exorbitanten Kosten. Ebenso wie die Franzosen leiden die Deutschen unter rückgehender Kaufkraft und müssen für Mieten und Immobilien immer tiefer in die Tasche greifen, was mitunter auf eine willkürliche EZB Stabilitätspolitik zurückzuführen ist, die unverhohlen Staatsfinanzierung betreibt. Deutsche Sparer halten Italien über Wasser. Dies alles mit Zutun oder Billigung der deutschen Regierung.
Ein Tropfen kann genügen, um das Fass zum Überlaufen zu bringen. Dann folgt auf „gilets jaunes“ in Frankreich „Gelbwesten“ in Deutschland.

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