Aufregung über „Saarbrooklyn“-Film

Ungeschminkt werden in einer Reportage von Spiegel-TV einige negative Wahrheiten über die Landeshauptstadt des Saarlandes aufgezeigt. Wenn auch einiges etwas überspitzt dargestellt wird, so zeigt die Reportage doch ziemlich zutreffend die soziale Verelendung Saarbrückens mit steigender Tendenz. In vielen westdeutschen Städten herrschen ähnliche Verhältnisse gerade in Städten, die bis heute den Strukturwandel nicht bewältigt haben. Die Migrationswelle von 2015 verschärfte dann noch die Probleme.

Wieder einmal ein negatives Bild über unser Saarland bzw. unsere Landeshauptstadt überregional und bundesweit sehen zu müssen, ist betrüblich und geht unter die Haut. Im Gegensatz zu bösartigen Satirikern wie Böhmermann oder Trepper, die in infamer Weise Saarländer und Saarländerinnen aufs gröbste beleidigen und damit durch die Imageschädigung der Bevölkerung auf Dauer einen Schaden zufügen, kann die vielkritisierte Spiegelreportage jedoch von Nutzen sein.

Vielleicht wird nun endlich ernsthaft über die teils ausweglose Situation des Landes und seiner Kommunen diskutiert auch in der Bundeshauptstadt. Erwartungsgemäß brachte die „Kommission für gleichwertige Lebensverhältnisse“ keine konkreten Hilfszusagen.

Das Saarland leidet unter einer unzureichenden Interessenwahrnehmung.

Im Bundeskabinett ist das Saarland mit 3 Ministern vertreten, die jedoch bekanntermaßen nicht in der Lage sind für ihre Heimat etwas herauszuholen oder nichts herausholen wollen.

„Aus den Augen – aus dem Sinn“.

Die frühere Ministerpräsidentin verabschiedete sich nach Berlin und überließ ihrem Nachfolger einen Berg von Problemen.

Deshalb kann eine Reportage wie die des „Spiegel“, auch wenn der Inhalt weh tut, von Vorteil sein.

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