Hacker-Angriff auf Rot-Kreuz-Krankenhäuser

LANDTAG DES SAARLANDES
16. Wahlperiode Drucksache 16/917
25.07.2019

A N F R A G E
des Abgeordneten Rudolf Müller (AfD)

betr.: Hacker-Angriff auf Rot-Kreuz-Krankenhäuser

Bereits am Sonntag, 14. Juli 2019, fand ein Hacker-Angriff auf die DRKKrankenhäuser in Saarlouis und Mettlach statt. Gesundheitsstaatssekretär Stephan Kolling sagte hierzu, dass digitale Schutzkonzepte im Förderungskatalog für die Krankenhausfinanzierung enthalten seien. Solche Projekte würden mit Vorrang unterstützt.

Ich frage die Regierung des Saarlandes:
1. Wann haben die DRK Kliniken in Saarlouis und Mettlach solche förderungsfähige Schutzkonzepte bei der Landesregierung vorgestellt?
Wenn ja, welche Konzepte und wie hoch war die Förderung?
Wenn nein, warum wurden keine Schutzkonzepte vorgestellt?2. Welche Erkenntnisse hat die Landesregierung über die Schwere des OnlineAngriffs auf die Computernetzwerke der Kliniken, wie die SZ in der Ausgabe vom 18. Juli 2019 berichtet?
3. Welche Krankenhäuser im Saarland haben eine Förderung nach dem Förderungskatalog erhalten und wie ist dieses Verfahren gestaltet? Wie hoch waren die Fördergelder (pro Einrichtung)?
4. 11 Kliniken der Trägerschaft Süd-West des Deutschen Roten Kreuzes sind von dem Angriff betroffen (zwei aus dem Saarland). Welche Kliniken sind darüber hinaus betroffen? Handelt es sich um einen gleichartigen Angriff bei allen Kliniken? Findet eine Zusammenarbeit mit anderen Ermittlungsbehörden der betroffenen Bundesländer statt?
5. Kann ausgeschlossen werden, dass ein solcher Angriff (gleichgeartet) auch auf andere Kliniken oder eine öffentliche Einrichtung wie z.B. dem Landesparlament oder dem Rechnungshof im Saarland stattfindet? Wenn ja, welche Konzepte werden hier angewendet – ist die Landesregierung
darüber informiert? Kommt es dann auch hier zur gleichen Maßnahme wie bei den Kliniken? Wenn nein, welche Maßnahmen zur zukünftigen Abwehr solcher Angriffe werden ergriffen oder zumindest angestoßen um solch eine Situation zu vermeiden?
6. Das Notfallkonzept der zwei saarländischen Kliniken sieht vor alle Server und Rechner vom Netz zu nehmen. Wann werden diese wieder angebunden? Wie wird sichergestellt, dass die nun mittels analoger Mittel – Notizen, Protokolle und Vermerke gesammelten Daten auch wieder digital erfasst werden? Hält die Landesregierung ein solches Notfallkonzept für geeignet und zukunftsfähig bei weiteren Angriffen?

Ausgegeben: 26.07.2019

Download im PDF-Format: https://www.landtag-saar.de/file.ashx?FileId=12558&FileName=Af16_0917.pdf

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