Wie sieht die Zukunft für den Pingusson-Bau aus?

Die vom Bauminister in die Öffentlichkeit getragene „Abrissdiskussion“ erbrachte etwas Positives:

Es wird endlich wieder über die Zukunft des Pingusson-Baus öffentlich wirksam diskutiert. Seit Auszug des Kultusministeriums herrscht „Funkstille“. Die Regierung hat weder einen konkreten Plan noch die Phantasie, was mit dem Gebäude anzustellen ist.

Ein Bundesland, das sich als das französischste aller Bundesländer sieht und das eine sogenannte „Frankreichstrategie“ ins Leben rief, weiß nicht, wie es mit einem der bedeutendsten Monumente der „modernen Sachlichkeit“ der 50-iger Jahre, der früheren französischen Botschaft, weitergeht. Sanierungskosten in astronomischer Höhe werden ins Feld geführt, um einen Abriss in der Bevölkerung mehrheitsfähig machen zu können. Das ist der eigentliche Skandal.

Das bauhistorisch wertvolle Gebäude eignet sich in hervorragender Weise für deutsch französische Anliegen. Das Saarland und seine Landeshauptstadt verstanden sich seit der Rückgliederung des Saarlandes in die Bundesrepublik immer als „Brückenkopf“ zu Frankreich. Die AfD-Fraktion forderte schon mehrfach Saarbrücken als Ort gemeinsamer Konsultationen zwischen Frankreich und Deutschland zu favorisieren. Warum musste der zweite Elysee-vertrag in Aachen unterzeichnet werden und nicht in Saarbrücken?

Der Pingussonbau eignet sich in hervorragender Weise für ein Ort deutsch- französischer Konsultationen oder ein bilaterales Zentrum deutsch-französischer Zusammenarbeit insbesondere im kulturellen Bereich.

Deshalb scheidet für die AfD ein Rückzug des Kultusministeriums in den Pingusson-Bau aus. Der Aufwand eines Umzuges wäre unverhältnismäßig. 53 Millionen Euro Sanierungskosten für eine profane Ministerialbürokratie wären unverhältnismäßig zumal das Gebäude für die Ansprüche moderner Bürokomplexe ungeeignet ist.

Die AfD hegt auch Zweifel an der genannten Zahl von 53 Millionen für Sanierungskosten.

Die AfD fordert die Landesregierung auf, endgültig die Abrisspläne zu beerdigen, eine sillvolle Machbarkeitsstudie unter Beteiligung der Öffentlichkeit in Auftrag zu geben und umfassend Fördermöglichkeiten von EU, dem Bund und der Französischen Republik zu eruieren.

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