Congresshalle in Saarbrücken für neues Messezentrum ungeeignet

Die Saarmesse gehörte in der Nachkriegszeit zur saarländischen Geschichte, ist nun aber Vergangenheit. Saarbrücken als Landeshauptstadt braucht auch im Interesse des Landes ein neues Messezentrum. Dies ist die Meinung der AfD und wohl auch aller sonstigen demokratischen Parteien. Nach Jahren der baulichen Lethargie zeichnet sich am Horizont endlich wieder ein „Hoffnungsschimmer“ für Stadt und Land ab. Der Bund fördert mit 50 Millionen das Projekt.

Voraussichtlich sollen 100 Millionen investiert werden, wobei dieser Endbetrag nach den Erfahrungen mit dem Ludwigspark sicherlich nicht einzuhalten ist. Bei der Finanzierungsplanung ist dieser Umstand bereits jetzt zu berücksichtigen. Nach Auffassung der AfD-Fraktion im Landtag und des Fraktionsvorsitzenden im Stadtrat von Saarbrücken, Bernd Krämer, steht das Land in der Pflicht, die Landeshauptstadt weitgehend zu entlasten und die Kosten zu übernehmen. Saarbrücken wird schon wieder über einen Anstieg der Regionalverbandsumlage außergewöhnlich hart belastet und kann sich eigentlich ein Bauprojekt in dieser Größenordnung nicht leisten.

Die AfD-Fraktionen im Landtag und im Stadtrat von Saarbrücken halten den vorgesehenen Standort an der Congresshalle für ungeeignet und nicht zeitgemäß. Ein modernes Messezentrum kann sich in der räumlichen Enge des Umfeldes der Congresshalle nicht weiterentwickeln, zumal der veralteten Saarlandhalle nur noch eine Lebenszeit von maximal 10 Jahren prognostiziert wird. Der beste Standort wäre das frühere Saarmessegelände gewesen. Leider wurde dieses Gelände voreilig verkauft, um die Finanzlöcher am Ludwigsparkstation stopfen zu können. Ein geeigneter Standort sieht die AfD aber auch im Busdepot in Alt-Saarbrücken. Auf diesem Gelände kann über kurz oder lang eine neue „Saarlandhalle“ gebaut werden.

Die jetzige Congresshalle würde sich hervorragend eignen für ein „Musikzentrum Saar“. Die Fraktionen der AfD im Landtag und im Stadtrat fordern die Landesregierung sowie den Rat der Landeshauptstadt und insbesondere den neuen Oberbürgermeister von Saarbrücken auf, zeitnah und gemeinschaftlich ein Konzept zur Realisierung dieses Großprojekts zu entwickeln, wobei die Finanzierung und die Standortbestimmung vordringlich zu klären sind.

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