Kein Herz für Tiere

Gerade nach Weihnachten, wenn in der Überflussgesellschaft Tiere verschenkt werden, weil man ja ansonsten schon alles hat, häufen sich die Meldungen von ausgesetzten Tieren. Die erste Freude ist vergangen und damit das Verantwortungsbewusstsein verflogen. Wohin mit dem Tier? Aussetzen oder ins Tierheim?

Aber die Politik im Bereich des Regionalverbandes, die für jedes unsinnige Projekt Millionen locker machen kann, sieht sich nicht in der Lage, das Bertha Bruch Tierheim finanziell ausreichend auszustatten. Das Tierheim, das ein Großteil der Fundtiere im Regionalverband aufnimmt, kämpft Jahr für Jahr ums Überleben und kann eigentlich nur noch existieren, weil einige Saarbrücker Bürger ihr Vermögen dem Tierheim vermachen.

Die Kommunen des Regionalverbandes weigerten sich bisher, das Thema anzugehen und eine vertragliche Regelung herbeizuführen. Das Tierwohl ist ihnen hierbei egal. Das lässt tief blicken.

Deshalb stellte die AfD Fraktion im Saarbrücker Stadtrat am 10. 12. 2019 einen Antrag, die Förderung des Bertha-Bruch-Tierheims auf jährlich 100.000 Euro zu erhöhen und weiterhin eine Initiative seitens der Landeshauptstadt zu ergreifen, gegenüber dem Regionalverband und seiner Kommunen dahingehend tätig zu werden, das das Bertha-Bruch-Tierheim auf Dauer angemessen finanziell ausgestattet werden soll im Hinblick auf die Tatsache, dass ein Großteil der Fundtiere in diesem Tierheim abgeliefert werden.

Der Antrag wurde von allen anderen Fraktionen kommentarlos abgelehnt.

Es geht ihnen nicht ums Tierwohl, es geht ihnen darum, dass grundsätzlich alle Anträge der AfD abgelehnt werden müssen, auch wenn das Anliegen der Tiere unter die Räder kommt. Ebenso skandalös war die Berichterstattung der Saarbrücker Zeitung. Sie berichtete überhaupt nichts, obwohl ihr die Anträge der AfD-Fraktion vorlagen und sie immer über Stadtratssitzungen der Landeshauptstadt berichtet. Die Saarbrücker Zeitung betreibt immer mehr Gesinnungsjournalismus anstatt Informationsjournalismus. Bei jeder anderen Fraktion hätte die SZ von den Anträgen berichtet.

In der Ausgabe vom 21./22. Dezember (Kommunen lassen das Tierheim im Stich) befasst sich die SZ erneut mit dem Thema ohne zu erwähnen, dass eine politische Partei in einem Stadtrat bereits Anträge zu genau diesem Thema stellte. In der Hoffnung, dass im neuen Jahr die Vernunft einkehrt, wünsche wir Ihnen schöne Weihnachten.

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