Das Saarland kann am 10. Januar 2020 auf 100 Jahre eigene Geschichte zurückschauen

Vor 100 Jahren trat der Versailler Vertrag in Kraft, ein den Deutschen aufoktroyierter Friedensvertrag dessen Folgen letztendlich mitunter für die Machtergreifung der Nationalsozialisten verantwortlich war. Große Teile Preußens und kleinere Bayerns wurden dem Deutschen Reich herausgetrennt und damit das „Saargebiet“ erschaffen, das für 15 Jahre unter Völkerbundverwaltung gestellt wurde. Intension war, einen Wirtschaftsraum zu erschaffen, der von Frankreich wegen Kriegsfolgekosten ausgebeutet werden durfte. Die Bevölkerung wurde nicht gefragt, ob sie dieses künstliche Staatsgebilde wollte. Sie konnten gleichwohl froh sein, nicht komplett von Frankreich vereinnahmt zu werden.

Nach 15 Jahren konnte die Bevölkerung endlich abstimmen. Sie entschied sich mit 90 % für Deutschland, obwohl dort bereits die Nationalsozialisten an der Regierung waren. Der Grund war nicht eine Affinität zum Nationalsozialismus, sondern der Patriotismus zu Deutschland. Die Bevölkerung sprach nicht nur Deutsch; sie fühlten sich von je her als Deutsche.

Nach dem bitteren Ende des 2. Weltkrieges war das Saarland dann schon wieder wegen Kohle und Stahl zum Ausgleich von Reparationsforderung in den Einflussbereich von Frankreich gelangt. Somit wurde das Land an der Saar zum zweiten Mal zum Spielball der Geschichte.

Von den Franzosen wurde das „Zwangsregime Hoffmann“ etabliert, das jede Bestrebung nach Rückgliederung an Deutschland unterband. Es nützte nichts. Die Saarländer erzwangen eine weitere Abstimmung. Mit hoher Mehrheit entschieden sich die Saarländer erneut für Deutschland.
Die großen Europäer, De Gaulle und Adenauer, hatten hierfür den Weg geebnet und damit die Grundlage für eine anhaltende deutsch-französische Freundschaft gelegt.

Durch den späten Anschluss an die Bundesrepublik Deutschland leidet das Saarland noch immer an Strukturproblemen, die zu lösen sind.
Dem Bund und den Deutschen Ländern muss bewusst sein, dass das Saarland nach 2 Weltkriegen für Kriegsentschädigungen Frankreichs herangezogen wurde und dass deshalb eine besondere Verpflichtung besteht, dem Land an der Saar zu helfen insbesondere gerade jetzt vor einem erneuten Strukturwandel.

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