Persönliche Verschuldung der Saarländer am höchsten

Nicht nur das Land verschuldet sich. Auch seine Bürger und Firmen rasen auf eine Verschuldungskrise zu. Corona trägt hierzu bei, ist aber nicht die alleinige Ursache. Schon vor Corona befand sich das Saarland als einziges Bundesland in der Rezession. Die Spirale nach unten dreht sich nun immer schneller. Ungelöste Strukturprobleme im Automobil und Stahlbereich deuten auf schlimme Zeiten hin. Tägliche Hiobsbotschaften über Arbeitsplatzverluste beunruhigen die Bevölkerung und erzeugen Existenznöte. Die Menschen halten nun ihr Geld zurück wegen kommender schlechter Zeiten, was die allgemeine Lage noch verschärft.

Das Saarland gehört zu den ärmsten Bundesländern. Der Regionalverband Saarbrücken rangiert bei der Zukunftsfähigkeit deutscher Landkreise ganz hinten. Die Ursachen der Verschuldung sind bekannt. Es fehlt an gut bezahlten „Jobs“ und innovativen Unternehmen. Die Ansiedlung von Amazon wird schon als Erfolg gefeiert. Zu viele Menschen sind im Billiglohnsektor beschäftigt.

Jeder neunte Saarländer ist überschuldet mit steigender Tendenz. In prekären Stadtteilen von Saarbrücken ist jeder dritte Haushalt betroffen. Armut und Bildungsferne verfestigen sich. Die Politik muss endlich handeln. Mit der Auszahlung von Sozialleistungen ist es nicht getan.

Den in schwierige finanzielle Lage geratenen Menschen muss geholfen werden. Hierzu gehört auch die Aufklärung und die Vermittlung finanzieller Kompetenz. Prophylaktisch muss bereits in den Schulen das Thema „Haushaltsführung“ behandelt werden.

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