Verzicht auf gendergerechte Sprache auch im Saarland

LANDTAG DES SAARLANDES
16. Wahlperiode Drucksache 16/1689
06.05.2021

A N T R A G
der AfD-Landtagsfraktion
betr.: Verzicht auf gendergerechte Sprache auch im Saarland

Der Landtag wolle beschließen:
Die Landesregierung wird aufgefordert, in von ihr eingebrachten Entwürfen für Gesetze und Verordnungen und sonstigen von ihr verfassten Publikationen und Handreichungen, in der Verwaltung, in Schulen und Hochschulen, sowie sämtlichen der Aufsicht des Landes unterstehenden Behörden, im Schriftverkehr mit dem Bürger, in allen
sozialen Medien und in der internen Kommunikation, auf die sogenannte Gendersprache zu verzichten. Konkret bedeutet dies, nach dem Vorbild der Republik Frankreich, auf Doppelnennungen (Lehrer) sowie auf Gender-neutrale Satz - und Wortkonstruktionen zu verzichten, die Elemente wie z.B. das sog. „Binnen-I“ oder den „Gender-Star“ beinhalten.

B e g r ü n d u n g :
Die Nationalsprache ist das Herz einer Kulturnation und ein zentrales Element unseres nationalen und kulturellen Wesens. Sie zu schützen und zu bewahren sind elementare Aufgaben deutscher Politik. Unser gewiss nicht als frauenfeindlich bekanntes Nachbarland, die Republik Frankreich, hat entschieden, allein die grammatikalisch und herkömmlich als „generische Maskulinum“ benannte Form bei Anwendung des Plurals im
staatlichen Schriftverkehr anzuwenden. Sich in die Länge ziehende Satzbilder und ständig wiederholende Doppelnennungen wie „Bürger“, aber auch das Ändern in Wortkonstruktionen wie „Bürger“, „Bürger“ oder „Bürger“ verletzen nicht nur sprachliche Grund-regeln, sie erschweren darüber hinaus auch die Verständigung und den Spracherwerb. Dass sich die Gendersprache mittlerweile sogar in Gesetzestexten niederschlägt, zeigt, wie die Politik bereits seit Jahren der Verunstaltung unserer Sprache auch hier im Saarland tatenlos zusieht.

Als Beispiel ist § 59 KSVG anzuführen:
§ 59 KSVG – Aufgaben des Bürgermeisters
Absatz 5:
„der Bürgermeister ist Dienstvorgesetzter und oberste Dienstbehörde der Gemeindebediensteten und der Ehrenbeamten. Ihr oder ihm obliegt die Ernennung und Entlassung der Beamten sowie die Einstellung, Einstufung und Entlassung der Arbeitnehmerinnen und Arbeit-nehmer nach den Beschlüssen des Gemeinderats.“

Verzichten wir auf überflüssige und unsinnige Formulierungen, die unsere Sprache schwierig machen. Es sollten die Bundesländer vorangehen und die den Lesefluss erheblich störende „gendergerechte“ Sprache auf der föderalen Ebene abschaffen. Diesem Ziel dient der vorliegende Antrag.

Ausgegeben: 06.05.2021

Download im PDF-Format: https://www.landtag-saar.de/File.ashx?FileId=13645&FileName=Ag16_1689.pdf&directDL=false

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